Was ist Osteopathie?
Osteopathie ist eine Betrachtungsweise/Philosophie, die den Menschen und seine Funktionen als Ganzes sieht; als ein Zusammenspiel von Bewegungsapparat, Organen und Fascien (und Rhythmen je nach Ausrichtung des Therapeuten).
Somit versteht man auch, warum Andrew Taylor Still sich als „Entdecker“ und nicht als „Begründer“ der Osteopathie sah. Für ihn war die optimale Versorgung aller Körperstrukturen das oberste Gebot („the rule of the artery is supreme“).
Um dieses Ziel zu erreichen, versuchte er mittels manuellen Techniken Blockaden aus dem Weg zu räumen. Damals arbeitete er nur an der Wirbelsäule, spürte aber, dass sich dadurch bei Kindern Probleme im Bauchraum lösten.
Die Osteopathie teilt man heute meist in 3 Bereiche ein:
Parietale Osteopathie → am Bewegungsapparat
Viscerale Osteopathie → an Organen
Craniosacrale Osteopathie → an der Verbindung Kopf/Kreuzbein
Es gibt auch noch viele andere Strömungen in der Osteopathie. Meine Ausbildung hatte das belgisch/französische Modell zum Vorbild, was bedeutet, dass viel Wert auf Anatomie gelegt wurde und alle 3 Bereiche behandelt werden, bzw. in diesen die Ursache für das Problem gesucht wird („primäre Dysfunktion“).